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Die Schweiz hat eine humanitäre Tradition 

Die Flüchtlingsfrage ist interessanterweise etwas in den Hintergrund geraten. Warum wohl? Trotzdem gelöst ist das Flüchtlingsproblem nicht.  Die vielen Menschen die in Europa und damit auch in der Schweiz Zuflucht suchen, werden uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Daher müssen wir auch Klarheit über den Status eines Flüchtlings schaffen. So hart es für den einzelnen sein mag, aber solange der Fluchtgrund "nur" der Wunsch nach einem besserem Leben in Europa ist,  gibt es keine freien Plätze. Die Plätze brauchen wir für die wirklichen Flüchtlinge, die dem Schrecken des Krieges und der Gewalt entfliehen wollen. Unsere humanitäre Tradition verpflichtet uns den bedrohten Menschen zu helfen und das tun die Schweizer auch gerne. Dazu gehört aber auch, die notwendigen Plätze frei zu halten und "falsche" Flüchtlinge ohne grosses Zögern wieder in ihre Heimatländer zurückzuschicken.

Die bewaffnete Neutralität als Garantie für die Unabhängigkeit  der Schweiz

Wer frei sein will, muss für diese Freiheit etwas tun. Der berechtigte Anspruch, als Staat  unabhängig von fremden Mächten zu sein, fordert seinen Preis. Neben dem ungebrochenen Willen, seine Staatsgrenzen zu schützen, braucht es auch die Bereitschaft, diesen Willen glaubwürdig umzusetzen. Das bedeutet auf die Schweiz bezogen, wir brauchen eine einsatzbereite, funktionstüchtige Armee, um unsere Grenzen zu schützen. Neben den  Bodentruppen  gehören zu einer glaubwürdigen Verteidigungsbereitschaft auch eine moderne Flugwaffe. Der Wehrwille in de Bevölkerung setzt die Bereitschaft voraus, Eigenverantwortung zu übernehmen und falls notwendig auch Eigenleistungen zu erbringen.

Nicht weniger  bedeutungsvoll ist die Neutralität. Ein Land, das sich zur Neutralität verpflichtet, hat sich auch entsprechend zu verhalten. Annäherungen an Militärbündnisse und die Übernahme von vom Ausland angeordneten Massnahmen gegenüber Drittstaaten, darf ein neutrales Land nicht  nachvollziehen. Die bewaffnete Neutralität der Schweiz  ist auch der Schlüssel, um als Kleinstaat innerhalb der Welt Bedeutung zu erlangen und respektiert zu werden. Nur dann wird es der Schweiz auch möglich sein, ihre humanitäre Tradition weiter fortzusetzen und auch als Vermittler unter zerstrittenen Parteien zu wirken.